• alexanderholmhey

Allways connected

Million Friends in our life





5:30 Uhr,


mein Handy klingelt. Aufstehen. Kurz noch mein „social network“ checken, was ich beim Schlafen alles verpasst hab. Ich geh ins Bad, putz mir mit meiner, per Bluetooth gekoppelten elektrischen Zahnbürste, die Geschmäcker der Nacht aus dem Mund.

Is schon cool. Da seh ich mit wieviel Kilopond ich mir meine Zähne putz. Hab zwar keinen blassen Schimmer warum, aber egal. Und Musik kommt auch noch raus. Gleichzeitig sieht man die aktuellsten Nachrichten der Welt. Der Kaffee läuft schon Dank meiner perfekt getimten Breakfasteinrichtung an meinem Kaffeeautomat. Natürlich voll durch mein Smartphone synchronisiert. Genauso wie Licht, Heizung, Musik und den Rest in meiner Wohnung. Zum auswählen meines Tagesdresses ruf meine Dress-App auf, der mir die besten Kombinationsmöglichkeiten meines Kleiderschrankes aufzeigt. Ein Blick in die Kamera, mit Spiegelfunktion, zeigt mir ob Ich cool genug für diese Welt bin. Wer braucht schon Spiegel.


Im Auto erklärt mir die nette Dame in meinem Multitool-Handy dass meine Hausstrecke zur Arbeit total überlastet ist mit der alternativen Möglichkeit. Start und los. Terminplan checken. Kurz an die Ladestation anschließen. Das Ding säuft mehr als Ich. Während der Fahrt noch kurz Nettigkeiten austauschen, doch wo kommt auf einmal das sch… Auto her. War doch voll konzentriert. Puh, noch mal gut gegangen. In der Arbeit noch schnell die Termine synchronisieren. Und der Tag kann kommen. Dokument öffnen. Los geht’s. Um was geht’s, a ja, alles klar.


Kling!!! „Was machst du gerade?“. „Na Arbeiten“.

Okay, und weiter.

Kling!!! „Jetzt schon?“ „Na klar“.

Äh, wo war Ich?

Kling!!! „Arme Sau“. „Doofkopp“.

Weiter.

Kling!!! „Was machst du dann?“. „Na Arbeiten“.

Um was ging`s gerade? Aha.

Kling!!! „Und später?“ „Na wieder Arbeiten“.

Mist jetzt hab ich die Zeile verloren.

Kling!!! „Und Mittag?“ “Pause“.

Auf ein Neues.

Kling!!! „Cool, find ich gut. I like it!“ .

Es ist doch immer wieder schön so viele Freunde zu haben.


Was täten wir doch ohne unserem kleinen Helferlein. Gar nicht auszudenken wenn der Akku leer wäre.


Von wegen ich wär abhängig. Es hilft mir nur gewisse Sachen zu strukturieren. Sei es, der Auftrag meiner Frau einzukaufen, Reinigung abholen oder dass schon wieder Sonntag ist. Ihr wisst schon warum, oder. Ist doch cool. Somit bin ich der perfekte Partner.


Aber was passiert eigentlich mit der permanenten Erreichbarkeit in meinem Kopf?

Ist das alles o.k., oder kann das Auswirkungen haben?


Nach aktuellsten Forschungen ist Elektrosmog und Strahlenbelastung nicht eindeutig nachgewiesen krebserregend. Smartphones können Experten zufolge unseren Augen schaden und dafür sorgen, dass sie durch das falsche Handhaben verstärkt zu einer speziellen Form der Kurzsichtigkeit führen könnten. Ebenfalls schleichen sich Hals- und Nackenprobleme durch die ungünstige Sitzposition ein, oft mit Kopfschmerzen und Schindel. Und es gibt eine verstärkte Veränderung von Zellen am Hörnerv (Akustikusneurinome) bei Vieltelefonierern.

Bei Test mit Ratten hat man eine Neigung zu Hodenkrebs entdeckt.

Mich würd allerdings schon interessieren in was für ne Hosentaschen die es sich gesteckt haben.

Wer allerdings schon mal versucht hat einen Tag oder evtl. sogar ein Wochenende ohne dem Kummerkasten auszukommen, wird bemerkt haben, dass schon was passiert ist.

Bei Vielusern merkt man ne gehäufte Auffälligkeit Richtung ADHS-Syndrom. Was sich in Form von Schlafproblemen, chronisches Müdigkeitssyndrom, Unruhe, Zittern, Schweißausbrüchen und Aufmerksamkeitsstörungen ausdrückt. Oft gepaart mit aggressiven Überreaktionen. Eben die klassischen Stresssymptome.


Ist ja auch klar, wenn man nichts mehr mitkriegt. Da könnt ja der Hund von meiner Nachbarin der Enkel ne neue Freundin haben, und ich kriegs nicht mit. Das wäre ja fatal.

Aber wie kann so was geschehen?


Durch Stoffwechselprozesse im Körper entstehen immer wieder Moleküle, denen ein Elektron fehlt, sog. „freie Radikale“. Normalerweise werden diese durch Antioxidantien automatisch neutralisiert. Wenn zu viel Strahlung oder Gifte oder Stress im Spiel ist, kann der Körper dies nicht mehr kompensieren und es entsteht oxidativer Stress. Der wiederum, wie das Wort schon sagt, den Körper stresst. Oxidativer Stress kann zu unschönen Krankheiten führen und macht die gleichen Symptome wie Mobbing, viel Arbeit oder nen schlecht gelaunten Partner auch wenn er euphorisch ist.

Gegen diesen sollte man viel frisches Obst und Gemüse essen in denen besonders Vitamin C und E enthalten ist. Diese bilden die Antioxidantien die diese „Freien Radikalen“ neutralisieren. Auch Tee, Olivenöl, Kakao, Zimt, Oregano, Rotwein (aber nur was Gutes und in Maßen) und Granatapfel tun ihr Bestes dazu.


Gegenmaßnahmen wären beim Umgang mit elektronischen Medien wären z.B. ins Netz eher mit WLAN als mit UMTS, GSM oder LTE, da die Strahlung niedriger ist. Den Hintergrunddatenverkehr abschalten und die E-Mails manuell abfragen reduziert ebenfalls die Belastung. Wenn das Smartphone am Körper getragen lieber ins mitgelieferte Tragezubehör stecken und Freisprecheinrichtung oder Kommunikationskabel benutzen. Auch wenn das vibrieren in der Hosentasche schöner ist. Da gibt’s auch andere Alternativen, hab ich mir sagen lassen. Im Auto nur mit integrierter Außenantenne telefonieren, da die Autokarosserie die Verbindung verschlechtert und somit das Handy eine höhere Leistung benötigt.

Vermeiden Sie den Abruf von E-Mails, während dem telefonieren. Bei Kinder „Datenverbindung über Mobilfunk“ deaktivieren. Somit können die Kleinen ohne schlechtem Gewissen ruhiggestellt werden.

Allerdings sollte sich die Spieldauer nicht nur wegen der Strahlenbelastung reduziert werden, sondern auch wegen des Stresses.


Eine andere Alternative wäre einfach mal Urlaub von allen elektronischen Medien zu machen.



Eine schöne Form wäre das Spiel “eingeschneit sind wir“. Sieht folgendermaßen aus – ein komplettes Wochenende, oder am Anfang nur mal nen Abend jede Art von Berieselung ausgeschaltet zu lassen.

Kein Computer, Kein Handy, Kein Fernseher, usw. Auch keine Hausarbeit, nur Dinge die man mit dem Partner oder sich Selbst tun Kann. Spiele machen, lesen oder ähnliches. Man wird merken, dass es analog auch schön sein kann.

Aber am Anfang nur nicht die Geduld verlieren, wenn man nichts findet. Manches muss einfach reifen.


Viel Spaß beim ausprobieren Euer Alexander

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